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"...darf's ein bisschen mehr sein?!" - Intensive Hilfen für Kinder und Jugendliche

16. Würzburger Fachtagung

Unter dem vielleicht etwas provokanten Titel "... darf's ein bisschen mehr sein?" - Intensive Hilfen für Kinder und Jugendliche steht die diesjährige Würzburger Fachtagung.

Die Bedarfslage in der psychosozialen Versorgung von Kindern und Jugendlichen führt nicht nur zu quantitativen Veränderungen - sowohl in der Kinder- und Jugendpsychiatrie als auch in der Jugendhilfe sind kontinuierlich steigende Fallzahlen zu konstatieren – sondern auch zu qualitativen Veränderungen. Insbesondere in den stationären Versorgungssettings sehen wir zunehmend Kinder und Jugendliche mit komplexen psychosozialen Problemlagen, massiven Störungen, Traumatisierungen und grenzverletzenden Verhaltensweisen, die die Systeme teilweise an die Grenze der Handlungsfähigkeit führen. Nicht selten erleben wir dabei Hilfekarrieren, die gekennzeichnet sind von Abbrüchen, Erlebnissen des Scheiterns und Zuständigkeitsfragestellungen. In der öffentlichen und medialen Darstellung werden dann gelegentlich sehr polarisierende Positionen eingenommen, die sich beispielsweise in der Frage freiheitsentziehender Maßnahmen zwischen den Polen einer generellen Ablehnung solcher Maßnahmen, bis zu einer Forderung nach mehr und intensiveren Eingriffen bewegen.

Unter dem vielleicht etwas provokanten Titel „….darf´s ein bisschen mehr sein?“ – intensive Hilfen für Kinder und Jugendliche wollen wir in der diesjährigen Fachtagung diese Problematik und diese Thematik sowohl mit theoretischen Inputs als auch mit praktischen Handlungsbeispielen in den Mittelpunkt stellen. Zentrale Intention dabei ist, nicht den Ruf nach intensiven, sondern nach indizierten Hilfen laut werden zu lassen. Im Gesamtkanon der erzieherischen Hilfen stehen die Hilfeformen gleichwertig und an der Bedarfslage orientiert nebeneinander, die Versorgungsrealität zeigt allerdings häufig, dass Hilfeprozesse kaskadenartig, zunächst beginnend mit einer niederschwelligen Hilfe gestaltet werden und es somit zu einer Aneinanderreihung von Maßnahmen und auch Abbrüchen der Maßnahmen kommt. Für die Versorgungssysteme muss es dabei auch darum gehen, spezifische Hilfeangebote für besonders herausfordernde Klientelgruppen zu konzipieren und sich entsprechend zu qualifizieren.

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