Auch bei IN VIA Würzburg e. V. haben sich die Bereiche Jugendhilfe und Migration mit eigenen Aktionen beteiligt – kreativ, persönlich und mit viel Raum für Austausch. Im Bereich Migration stand eine andere Erfahrung im Mittelpunkt: Was passiert, wenn Diskriminierung nicht nur ein Begriff bleibt, sondern Teil des eigenen Alltags ist? Gemeinsam mit den Frauen wurde darüber gesprochen, was Diskriminierung und insbesondere Rassismus bedeuten und wie beides im Alltag sichtbar werden kann. Die Frauen konnten eigene Erfahrungen teilen – wenn sie wollten und in dem Umfang, in dem es sich für sie richtig anfühlte.
Aufschreiben hilft
Anschließend konnten die Frauen ihre Gedanken, Gefühle und Erfahrungen aufschreiben – in der Sprache, in der sie sich am besten ausdrücken konnten. So entstanden persönliche Botschaften in unterschiedlichen Sprachen. Sie machen sichtbar, wie vielfältig die Perspektiven sind und wie unterschiedlich Diskriminierung erlebt werden kann.
Facetten eines Menschen
Die Jugendhilfe setzte den Fokus darauf, den Blick auf die vielen Facetten eines Menschen zu richten. Im Bereich Migration ging es darum, Erfahrungen mit Rassismus und Diskriminierung auszusprechen, sichtbar zu machen und ernst zu nehmen. Mit ihren Aktionen haben die Klientinnen und Frauen von IN VIA Würzburg e.V. genau das getan: Sie haben ihre Perspektiven sichtbar gemacht und gemeinsam ein Zeichen gesetzt – für Vielfalt, für gegenseitigen Respekt und gegen Diskriminierung.
Anna Ernstberger | IN VIA Würzburg e. V.



