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Erziehungsberatung der Caritas feiert 40-jähriges Bestehen

Seit 40 Jahren besteht die Psychologische Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern, kurz: Erziehungsberatung, die der Caritasverband im Auftrag des Landkreises betreibt. Dieses Jubiläum feierte die Beratungsstelle mit einem Festakt und einem Fachvortrag, der Anregungen für die Zukunft geben wollte.

Hans Dieter Arnold, Vorsitzender des Kreis-Caritasverbandes Miltenberg als Träger der Erziehungsberatung, konnte zahlreiche Gäste aus Politik, Schulen, verschiedenen Fachberatungsstellen und Caritas begrüßen, darunter auch Hans-Georg Riebel, den ersten Geschäftsführer der Caritasverbands Miltenberg. Danach ging Diplom-Psychologe Dr. Stefan Schüßler, Leiter der Erziehungsberatungsstelle, in seinem Rückblick auf die geleistete Arbeit ein: In den 40 Jahren des Bestehens hatten ungefähr 50.000 Menschen Kontakt mit der Caritas-Einrichtung. Die Probleme, die zum Besuch der Erziehungsberatung führen, haben sich dabei sehr verändert. Heute stehen Trennung und Scheidung im Mittelpunkt, auch spielt die zunehmende Armut von Familien oder Alleinerziehenden eine immer größere Rolle.

Diplom-Psychologe Schüßler kann dabei auf ein eingespieltes Team vertrauen, das sechs Beratungskräfte und zwei Verwaltungsmitarbeiterinnen umfasst, die es zusammen auf über 180 Dienstjahre bringen und damit eine große Beständigkeit in der Beratungsstelle ist.

Unter dem Titel "Liebe, Neugier, Spiel. Wie Kinder lernen und Probleme lösen" referierte anschließend Rainer Schwing, ebenfalls Diplom-Psychologe und Leiter des Praxis Instituts für systemische Beratung in Hanau. Eine zentrale Aussage war dabei, dass Kinder Bestätigung benötigen, das heißt, dass sie Erfolgserlebnisse brauchen. Eltern und Beratungskräfte dürfen daher nicht auf das Negative sehen, auf das Fehlende oder Gescheiterte, sondern auf die Fähigkeiten und Möglichkeiten des Kindes. Diese müssen dann gestärkt werden, um vorhandene Probleme positiv zu bewältigen. Zudem betonte Rainer Schwing die fördernde Wirkung sozialer Kontakte und guter zwischenmenschlicher Beziehungen, die sich sogar auf die Gesundheit bis hin zur Wundheilung positiv auswirken. Belege fand er dazu in zahlreichen Studien und der Hirnforschung. Der kurzweilige und humorvolle Vortrag wurde mit starkem Applaus belohnt.

Grußworte gab es von Thomas Zöller als Vertreter des Landrates und von Sabrina Göpfert, Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft der katholischen Einrichtungen und Dienste der Erziehungshilfe und der Jugendsozialarbeit in der Diözese Würzburg, die für den Diözesan-Caritasverband sprach. Beide betonten die Wichtigkeit der Arbeit für Familien gerade in Zeiten, in denen traditionelle Familienmuster aufbrechen und immer neue Belastungen auf die Familien zukommen.

In seinem Schlusswort bezeichnete Heinrich Almritter, Geschäftsführer des Caritasverbandes für den Landkreis Miltenberg, die Erziehungsberatung als gutes Team, das unaufgeregt aber mit großer fachlicher Kompetenz und Engagement die wichtige Arbeit verrichtet.

Die musikalische Umrahmung lag in den Händen der Pianistin Sylvia Ackermann aus Miltenberg. Sie spielte auf einem
historischen Hammerflügel aus der Sammlung ihres Claviersalons und brachte die junge Sängerin Katharina Schneider mit. Die beiden Frauen überzeugten durch präzise Interpretationen, Silvia Ackermann zudem durch amüsante Zwischenbemerkungen.

Im Anschluss an den Festakt fand bei einem Imbiss im festlich geschmückten Franziskushaus, der Geschäftsstelle des Caritasverbands Miltenberg, ein reger fachlicher Austausch statt.

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